Sonntag, 15. Juni 2014

Ich hatte einen Traum …

In der Zeit, wo Flychen noch so schwierig war und ich gerade mit Donna meine Begleithundeprüfung bestanden hatte - da hab ich irgendwie laut gedacht: "Irgendwann schaff ich mit Fly die BH". 

Das Irgendwann ging dann Irgendwie unter. Erst war ich mit Donna und Turnieren beschäftigt - und nach Donnas Aus war der gesamte Hundesport für mich erst mal abgemeldet.

Dann kam Hope, der Hundesport meldete sich zurück, wieder mal eine Begleithundeprüfung - uund letzte Woche hab ich das dann mal in Angriff genommen, meine alten Träume und Ziele umzusetzen. Ich trainiere mit Flychen für die Begleithundeprüfung. JA!

Und wir werden das schaffen! wird vermutlich die entspannteste BH die ich je hatte. 

Andrea will mir mir immer so Mittwochs 5 Minuten eine Sequenz trainieren. Den Rest mach ich dann immer daheim. Und bis Herbst ist ja noch viel Zeit. Spätestens dann bin ich nicht mehr so sicher und tiefenentspannt.

Projekt Rudelharmonie läuft übrigens immer noch super. Heute hab ich Donna mal von der Leine gelassen. Durfte aber nicht überholen und sich nicht weiter als 5 Meter von mir entfernen. Geht doch! 

Montag, 2. Juni 2014

Schwarz-Weiß-Blond ...

So ein paar "Minsderer" Motorradfahrer haben mich und die Schwarzweißlinge wohl schon wahr genommen - wenn sie mit röhrendem Motor an uns vorbeigedonnert sind und die Chaostruppe kläffend in der Leine hing während Frauchen den Asphaltanker ausgefahren hatte … 

Ich merke das heute, wo ich völlig entspannt weiterlaufe, dass es so nette Biker gibt, die bissi runterfahren, um die drei nicht zu provozieren - und weniger nette, die das Bike so richtig aufheulen lassen … so oder so interessiert das weder mich noch den Rest des Rudels!

Gestern sind wir dann auch auf einen Meter an einer buckelnden Katze vorbei. Ich hatte eigentlich nur Angst um die Wauze, weil schon zweimal eine durchgeknallte Katze auf uns los ist … die eine hatte dann Flugstunden ;-)

Die Krönung war dann die Begegnung mit dem Intimfeind Boxer. Klar haben die drei ihn sofort gesehen. Und die Spannung war fast greifbar. Bei mir ratterten Gedankenfetzen aus dem Seminar. Ich aktivierte an Grün was ich hatte. Nahm den Boxer ganz klar wahr. Und für meine Drei die Botschaft: "ich sehe ihn und ich regele das". Mehr hat es nicht gebraucht. Wir liefen einfach an ihm vorbei. Und nach außen sah das wohl sogar tiefenentspannt aus. :-)

Ein wunderbares Erlebnis war auch das DVM-Quali-Turnier. Durch all das Zelt- und Hund-Gewimmel mit allen dreien - und noch Handgepäck. Und im Zelt legte sich Flychen freiwillig in seine Box und blieb da auch die meiste Zeit entspannt liegen - obwohl die Box offen war <3

Überhaupt hat sich Flychen durch das Seminar am meisten verändert. Gestern morgen waren wir mal allein unterwegs, weil Peter mich hat ausschlafen lassen und mit den Mädels schon vorher spazieren war. Mit Cam und Flychen durchs Naturschutzgebiet getrödelt. Ach wie niedlich, ein Kaninchen. WAAAAH! Ein KANINCHEN. Ich muss jetzt kurz erzählen, wie Fly "früher" auf Ninchen reagiert hat. Völlig nicht mehr ansprechbar, auf 2 Beinen in der Leine gehangen und hysterisch gefiept. Da konnte ich Kopfstand machen oder Leberwürste auspacken - das hat ihn nicht mehr erreicht. Gestern hat er mal so geguckt - aber ein gelbes "ksssssst" hat gereicht und die Kaninchen waren gar nicht mehr interessant. 

Und gerade eben hat er mir wieder mal ein wenig von seiner Geschichte erzählt. Fly kommt ja aus Spanien - und alles, was wir wissen, ist, dass er in einem Hinterhof groß geworden ist und dann im Tierheim landete. Aus all seinen Reaktionen waren wir uns sicher, dass er an der Kette gehalten wurde und wohl oft gehänselt und mit Gegenständen beworfen wurde. Heute Abend war große Schießerei im Schützenverein. Normalerweise zieht Donna den Schwanz ein und hat Angst, Fly reagiert entweder gar nicht - oder gibt Kontra. Und Hope findet das Knallen uninteressant.

Aber seltsamerweise blieb Donna heute völlig cool und gelassen. Und Flychen versuchte sich hinter mir zu verkriechen. Klar, interpretiere ich. Aber ich hatte einfach eine Vision von Fly und Gewehren und Angst. Seiner Angst. 

Ich fand das Thema Tierkommunikation eigentlich immer ganz spannend. Im Sinne von "kann das wirklich funktionieren?". Beantworten kann ich die Frage nicht. Aber ich bin mir sicher, dass mir Flychen heute aus seiner Geschichte erzählt hat. Aber die Bilder, wie er hakenschlagend in voller Panik über die Ebene rennt und böse Männer lachend auf ihn schießen - die gibt es hoffentlich nur in meinem Kopf.

Dienstag, 27. Mai 2014

Ein paar W-Fragen der Hundeerziehung ...

2 Wochen nach dem Seminar bei Anita - ich komme gerade von einer tiefenentspannten Hunde-Abendrunde zurück - neuerdings gehe ich abends oft alleine mit den Dreien. Tiefenentspannt bin ich allerdings nicht wirklich, eher aufgewühlt von einem Video von diesem Cesar Milan - aber davon später, erst ein kurzer Rückblick auf die letzten 2 Wochen.

Noch nie habe ich die Zeit mit meinen Hunden so uneingeschränkt genießen können. Schon direkt nach dem letzten Post ist Peter runter gegangen und hat geklingelt. Kurze Alarmstimmung im Rudel - dann war Ruhe. Hope verschwand sicherheitshalber gleich in der Box. Klappte bei Wiederholungen genau so gut wie bei echten Besuchern. Als ich das Paket beim Hermes entgegennahm, hab ich sogar die Wohnungstür offen gelassen :-)

Ich habe auch keineswegs den Eindruck, dass die Schwarzweißlinge die Entwicklung nicht positiv sehen. Weil die auch viel entspannter sind. Sein dürfen - denn nun hat Frauchen die Sache ja im Griff. 

Allein mit Peter klappt das nicht ganz so gut. Aber immer noch besser als vorher.

Von Donnerstag bis Sonntag waren wir mit dem Agimobil on Tour. Auch hier alles tiefenentspannt. Einladen ins Auto der Reihe nach - im Auto wird nicht gekläfft, der Reihe nach wieder raus. Angeleint vorm Wohnwagen. Natürlich haben sie auch mal gebellt. Aber es war wesentlich kontrollierter oder zu kontrollierender. 

Samstag Abend in Seckenheim bin ich dann einfach ohne Leine auf die kurze Abendrunde. Was ein Gefühl! Ich bin einfach nur so unglaublich dankbar und glücklich über diese Entwicklung in Sachen Rudelharmonie.

Aber nun zu den W-Fragen. Gerade im Hinblick auf Erziehung muss man sich darüber im klaren sein, WAS man in puncto Gehorsam von seinem Hund erwarten kann und muss. Und damit verbunden auch WELCHEN Hund man hat. Damit meine ich nur Rasse, sondern vor allem die Kooperationsbereitschaft. Wichtig ist natürlich auch WARUM ich einen Hund habe. Familienmitglied oder Sporthund - oder Wach- und Schutzhund. Und aus all den Antworten auf diese Fragen resultiert dann auch das WELCHE Ausbildungsmethode für mich und meine Hund die richtige ist. 

Im Idealfall stellt man sich einen Haufen Fragen BEVOR man einen Hund in die Familie aufnimmt. Für eine der wichtigsten Fragen halte ich: WELCHER Ausbildungstyp bin ich? Kann ich so richtig autoritär sein? Macht mir das sogar Spaß? (nee, dann eher keinen Hund, besser auch keine Kinder, aber ne Briefmarkensammlung dressieren ;-)

Oder bin ich definitiv antiautoritär, das Wort PLATZ ist mir zutiefst zuwider und mein Hund ist einfach nur ein netter Kumpel? Sorry - siehe oben, aber statt Briefmarken dürfen es auch Zimmerpflanzen sein. ;-)

Meist schafft man sich Kinder und Hunde aus einem sehr ähnlichen Grund an - und ganz ganz oft funktioniert ja auch beides recht problemlos.

Aber wo ich mich als Mutter verflixt schwer tue, für mein Kind mit Problemen eine fundierte Hilfe zu finden, ist die Welt gerade zu übersät mit Hundeflüstern.

Bei meinen Problemen mit Fly habe ich ja ein paar Erfahrungen gemacht. Und irgendwie bin ich heilfroh über ein bisschen gesunden Menschenverstand, sonst würde ich heute noch schnell so tun, als ob ich irgendetwas esse, bevor ich meine Hunde füttere. Denn der Rudelführer isst ja immer zuerst. Muhaha.

Für Osteopathen wären wir vermutlich ebenfalls sehr gewinnbringend, wenn ich all die Tipps zum Thema Leinenrucken befolgt hätten. :-(

In der Pferdeausbildung habe ich mich ja mit den diversen Flüsterern recht intensiv auseinandergesetzt - Parelli, Roberts, Tellington z. B.

Aber ganz egal, ob Kind, Pferd oder Hund - ICH habe immer die nicht zuletzt moralische Verantwortung für meine Erziehung und die Hilfen, die ich mir dazu suche.

Man stellt sich einfach mal vor, mein Kind hat einmal aggressiv reagiert. Warum weiß ich nicht. Aber ich mache mir darüber auch keine Gedanken, denn dafür gibt es ja Fachleute. Dieser Fachleut kommt also als Fremder in unser Haus und bedrängt mein Kind. Das ist total verunsichert und versucht auszuweichen. Es sagt, komm bloß nicht näher, sonst gibt es auf die Mütze - aber wenn du nicht näher kommst, können wir vielleicht Kumpel werden. Aber der Fremde bedrängt euer Kind weiter, treibt es in die Enge … ach nee, würdet ihr nicht zulassen? Danke!

Und dann ist Cesar Milan sicher auch nichts für euch.

Hier noch der Link zu besagtem Video:  

https://www.facebook.com/photo.php?v=4655581307021

Montag, 12. Mai 2014

Rot - Gelb - Grün … wie ein Seminar unser Leben veränderte

Wow - die Überschrift liest sich ja ganz schön esoterisch. Und dabei ist heute erst Tag 1 nach dem Seminarwochenende bei Anita Balser, Linda Sikorski und Thoma Juhe.
Aber im Debriefing riet uns Anita ja, Tagebuch zu führen über das, was nach dem Seminar so an Erfolgen und auch Misserfolgen passiert … aber der Reihe nach …

Wie unzufrieden ich mit der Situation in unserem Rudel war, merkte ich eigentlich erst so richtig, als ich die Seminarankündigung von Ulla las: Rudelharmonie mit der Hundeteamschule von Anita Balser und Linda Sikorski.

Schon die erste Seite auf der Website (http://www.hundeteamschule.de) wurde für mich zum Schlüsselerlebnis:

"Begegnen sich Hunde, dann einigen sie sich zu von Beginn an darauf, wer führund wer geführt wird. Ist das klar, beginnt der Führende dem Geführten zunächst zu kommunizieren, was dieser nicht tun soll. Dies dient dem Schutz und der Sicherheit des Geführten.

Werden die Regeln des Führenden akzeptiert, so antwortet auch dieser mit Akzeptanz, Nähe und Zuneigung.

Menschen hingegen halten sich nicht an dieses natürliche Vorgehen, sie begegnen dem Hund zunächst mit Akzeptanz, Nähe und Zuneigung und wollen dann erst Grenzen aufzeigen und erwarten Respekt vom Hund."



Bei uns war weder von Rudel noch von Harmonie und schon gar nicht von Führung die Rede. Jeder Hund einzeln war wunderbar und machte mir wirklich Spaß. 2 Hunde ging noch ganz gut - aber alle 3 zusammen war Chaos. Alle drei zusammen zum Spaziergang mitzunehmen, war für einen alleine ein enormes Risiko. Kam ein starker Außenreiz - Hund, Katze, Maus, Motorrad - war die Bande kaum zu halten, geschweige denn zu kontrollieren. Auch um die Drei im Auto aus der Box zu holen, erforderte Hilfe. Und das dauernde Gekläff bei allen möglichen Gelegenheiten war mir einfach nur noch peinlich.

Das jetzt so offen zu schreiben, ist mir übrigens auch peinlich. Da hat frau 3 Hunde und keinen Plan von Rudel. Warum ich das trotzdem tue? Zum einen für mich selber. Damit ich in 3 Wochen oder 3 Monaten oder 3 Jahren nachlesen kann, wie die Ausgangslage war und was sich verändert hat. Aber auch, damit vielleicht ein irgendjemand mit ähnlichen Problemen den Mut findet, etwas an seiner Situation zu ändern. Denn, wie Anita schon sagte: es ist ganz einfach. Und passiert im Prinzip in 5 Minuten. 

Tag 1: Rudelanalyse. Die Einteilung der Hunde in rot, grün und gelb überspringe ich, weil es zum Einen den Rahmen meines Blogs sprengen würde, das richtig darzustellen, ich es zweitens gar nicht so gut könnte und es drittens viel zu "pseudo-esoterisch" wirken würde, wenn ich es versuchte. Und letztendlich spielt es für unsere Geschichte keine wirkliche Rolle.

Anita fordert jeden von uns auf, seine Ziele, seine Erwartungen, seinen Traum für dieses Wochenende zu formulieren. Meiner liest sich im Nachhinein bescheiden. Ich möchte die Rudeldynamik besser kontrollieren und vor allem dieses Gruppenkläffen im Auto oder am Wohnwagen abstellen können.

Ich bin die erste, die mit ihren Hunden zur Analyse auf die Wiese kommt. Anita fällt sofort auf, das Donna die Ohren hängen lässt und unglücklich ist. Klar, Hope ist ja auch dabei. Ich leine Donna und Fly ab - und dann Hope. Die will sofort zu Donna, um ihre Hüteversuche zu starten - da geht Anita sofort mit unglaublicher Präsenz dazwischen. Hops klappt die Ohren ein und mag nicht mehr. Donna wiederum stellt die Ohren auf und freut sich. Und ich frage mich, warum ich das bisher einfach nicht so hinbekommen habe. Genaugenommen fühle ich mich so beschissen wie das Hopseding - aber da das nun wirklich kontraproduktiv wäre, freue ich mich lieber über diesen Fortschritt. 

Auch die Analyse der anderen Rudel ist spannend, lehrreich und auch sehr anstrengend. Mit rauchendem Kopf geht es nach Hause.

Tag 2: Arbeit mit den Rudeln. Basis für alles ist ein gutes Grün - damit ist eine starke, souveräne Präsenz gemeint. Für notwendige Korrekturen im Rudel gibt es dann noch "gelb" und "rot". Mit "gelb" ist ein explosionsartiger Aufbau von Spannung gemeint, die sich verbunden mit einer scharfen Lautäußerung (also z. B. ein Zischlaut oder ein Knurren - kein Schreien oder so, wichtig!) ganz gezielt auf den zu korrigierenden Hund richtet. Also genau das, womit Anita am ersten Tag Hope davon abgehalten hat, Donna auf die Nerven zu gehen. Stufe rot ergänzt Stufe gelb um die körperliche Komponente - eine kurze präzise Berührung wie ein Abschnappen. Und das alles natürlich sehr souverän und keineswegs hektisch!

Wie das ganze aussieht, demonstriert Linda zunächst an uns, dann kommt der praktische Teil. 

Die Idee dabei ist, das Vorwärtsdenken des Hundes im Ansatz zu kontrollieren, also in Stufe 1-3, wenn wir den Hund noch erreichen können.

Das ganze beginnt beim herausholen aus dem Auto. Jeder Versuch, auch nur die Nase aus der Box zu stecken, wird so lange unterbunden, bis jegliches eigenmotivierte Vorwärts des Hundes vorbei ist. Erst dann wird angeleint und die Hunde dürfen langsam und kontrolliert die Box verlassen. Auch beim anschließenden Gang an der Leine wird jegliches unaufgeforderte Vorwärts unterbunden - völlig ohne Rucken und Zerren, sondern nur durch Körperspannung und präzises Abschnappen. Und unsere Vierbeiner verstehen das sehr schnell - schließlich sprechen wir gerade in ihrer eigenen Sprache mit ihnen. 

Wenig später gehen wir so an anderen Hunden, Joggern, Spaziergängern vorbei. 

Zur Abschlussübung werden alle Rudel auf der Wiese versammelt und auf einer Decke geparkt. Wichtig: nicht ins Platz oder Sitz, denn dann würden wir den Beziehungsmodus verlassen. Lediglich das Verlassen der Decke wird korrigiert.

Für Hope ist das viel zu viel. Sie bezieht alle Korrekturen auf sich und würde am liebsten im Boden versinken. Linda massiert und pampert sie, während Balljunkie Donna tatsächlich die Decke nicht verlässt, obwohl Anita ihrer Motte Bälle wirft. Dann spiele ich eine Runde mit Hope, um sie aufzulockern und bringe sie ins Auto. Dann werden wechselnde Hunderudel an uns vorbeigeführt - und was ich nicht zu hoffen gewagt hätte: der kleine Spanier bleibt ganz entspannt liegen, vertraut mir, dass ich die Sache schon im Griff haben werde. (sorry, muss mir erst mal die Tränen aus den Augen wischen, allein die Erinnerung an diesem Moment ist so wahnsinnig berührend).

Wir sind alle müde, aber glücklich. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. 
Ich hätte es in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt, dass ich an einen Punkt komme, an dem ich mir zutraue, mein Rudel wirklich zu führen, wirklich Spaß mit den Dreien zu haben. 


Die Morgenrunde heute verlief tiefenentspannt. An der Leine gezogen hat kein Hund. Hops hat ihre Schwierigkeiten, es nicht auf sich zu beziehen, wenn ich Donna korrigiere. Aber ich vermeide den Fehler, sie anzusehen, und motiviere sie einfach verbal, bei mir zu laufen. Und wir hatten sogar Herausforderungen. 

Unfassbarerweise freue ich mich, als plötzlich ein Motorrad kommt, aber keiner der Schwarzweißlinge gibt mir die Gelegenheit, sie zu korrigieren. Auch bei 2 Hunden am Fahrrad, die auf uns auslösen, kann ich mit einem kurzen Abschnappen für Ruhe sorgen. 

Ja, dieses Seminar hat mein Leben verändert. Und irgendwie hoffe ich gerade, dass es klingelt, damit ich die nächste Herausforderung in Angriff nehmen kann ;-)

(Damit auch wirklich jeder etwas von dem Seminar hat, habe ich ein paar Tipp- und Rechtschreibfehler für euch eingebaut - wer sie findet, darf sie behalten :-) 


Mittwoch, 8. Januar 2014

Reithallen-Tunnelcup 2014 in St. Leon-Rot


Das war mal wieder ein echtes Highlight für meinen Tunneljunkie Donna, die in regulären Turnieren ja leider nicht mehr starten soll - für Hops dachte ich, es wäre ein tolles Training - und da die Reithalle ausbruchsicher war, durfte sogar unser kleiner Spanier Fly mitmachen.


Das waren schon sehr nette Renn-Parcours, die Christiane da aufgestellt hatte. Mit Donna und Hope kam ich im ersten Durchgang mit je einem Fehler ins Ziel - und dann kam Fly.

Mit gespitzten Ohren, ganz aufmerksam guckend, kam er mit mir in die Halle, setzte sich brav vor den Startsprung, wartete, bis ich ihn abgeleint hatte ... und schon startete er durch zu einer Ehrenrunde durch die Halle.

Überraschend schnell kam er zu mir zurück, diesmal nahm er den Startsprung und los ging es in den 1. Tunnel. Yippie! Leider war er viel schneller am anderen Ende als ich - und mit dem Kommando "Vor" konnte er nichts anfangen - also stopfte ich ihn in jedes einzelne Tunnelloch - musste ihn am Ende des Tunnels wieder einsammeln und ihm den nächsten Tunnel zeigen. Aber natürlich hatte er megaviel Spaß - und wir kamen tatsächlich ins Ziel!


Im zweiten Durchgang lief ich mit Donna einen Nuller, der uns den 3. Platz einbrachte, mit Hope ebenfalls einen Nuller - und dann kam wieder Fly. 

Am 12. Hindernis entdeckte er, dass hund genauso gut auf den Tunneln laufen kann - und das Gelächter des Publikums spornte den kleinen Clown natürlich erst so richtig an. Aber immerhin hängt nun eine Urkunde in meinem Zimmer, dass Flychen den 11. Platz im Tunnelcup belegt hat. (Und wen interessiert schon, dass nur 11 Starter in seiner Klasse gab).








Es war ein perfekter Tag mit guten Essen, netten Gesprächen, tollen Läufen ... beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei!

Montag, 30. Dezember 2013

Rückblick auf 2013 - von A-C

Von A wie Agiligy über B wie Beruf bis C wie Camping oder auch Charlotte oder Catherine ... 

war 2013 wirklich ein gutes Jahr. Keine Katastrophen. Und die Wünsche, Träume und Ziele, die ich hier letztes Jahr formuliert habe, konnte ich allesamt abhaken.

Mit Hope laufe ich seit April Turniere - mehr oder weniger erfolglos, aber unsere Patzer sind marginal und wir werden neben dem Spaß auch irgendwann Erfolg haben.

Donna und ich haben es schlußendlich ja auch endlich in die A3 geschafft. Nun kann die Süße in den wohlverdienten Ruhestand. 

Seit Mai haben wir sogar ein Agi-Mobil. Und aus meinem Göttergatten wurde hastenichtgesehen eine begeisterter Camper. Der erste Ausflug ging nach Kindenheim zu einem Seminar bei Hinky und Sabine. Seit dem experimentieren wir mit diversen Zäunen, bis lang ohne irgendwelche Ergebnisse, die Flychen nachhaltig beeindruckt hätten.

Das Agi-Mobil begleitete uns nach Fulda, nach Hockenheim, nach Luxemburg und nach Bad Liebenzell undwurde wirklich unser zweites Zuhause - egal, wo wir standen, wir fühlten uns immer auf Anhieb wohl.

Nur unser Dacia erwies sich als Zuggefährt zu wenig PS-stark - und so kam dann unser Kollie in die Familie. Mit dem Kollie und Agi-Mobil ging es dann sogar in die Camargue - einer der wunderbarsten Urlaube, die wir dort je hatten. Trotz meiner diversen Unfälle.

Beruf ... mit viel Einsatz unseres Dekans schaffte ich tatsächlich das upgrade in die nächste Gehaltsklasse. Bei der ersten Abrechnung kamen mir allerdings die Tränen - ganze 10 Euronen mehr ...

Catherine ... hat ein WG-Zimmer in Darmstadt und studiert nun Party. Größtes Erfolgserlebnis: auf der Gästeliste einer In-Disco zu stehen ...

Charlotte kämpft um ihren Abi-Schnitt - mit Noten, bei denen einem schwindelig werden könnte ... in den LKs locker so 13/14 Punkte.

Wünsche für 2014? Wenn ich jetzt mal ganz unbescheiden bin - ich will mit Hope in die A2. Und ansonsten darf gerne alles bleiben, wie es ist.

Sehnsüchte? Ich hätte gerne ein eigenes Haus mit dem Spielraum, auch mal einen Pflegehund aufnehmen zu können.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Ein Experiment: Herbstreise in die Camargue mit dem Agi-Mobil

Die Idee lag eigentlich nahe: warum auf dem Campingplatz ein Mobilhome mieten, wo wir doch jetzt das Agi-Mobil haben?

Pluspunkt für das Agi-Mobil: wir müssen nicht buchen, nicht anzahlen, sind flexibel bei An- und Abreise. Und für 10 Tage Camping zahlen wir grad mal die Hälfte der Mobilhome-Miete für eine Woche.

Ohne Hänger sind wir allerdings schneller unterwegs, brauchen weniger Sprit und die Maut ist auch günstiger.

Wobei sich die Kosten relativieren, wenn wir nur lang genug bleiben ;-) - und das war dann der qualitative Teil des Experiments - das Mobilhome hat 2 Schlafzimmer, Terrasse und Wohnbereich, Küchenzeile und Bad. Das Agi-Mobil hat ein Minibad, eine Miniküche - aber auch ein Vorzelt - und einen 30 Meter langen stabilen Zaun. Und wir hoffen, in der Nebensaison einen Platz so ein bisschen abseits zu finden, damit unsere spanische Alarmanlage nicht so viel zu tun hat ... :D

Die Anreise verkürzen wir ganz einfach und starten direkt vom Turnier in Hockenheim - damit sind wir schon einmal 100 Kilometer näher am gelobten Land ... das sind immerhin 10 Prozent ... ;-)

Anstatt frühmorgens in Münster starten wir am Sonntag Abend (29.09.) um halb sechs nach der Siegerehrung in Hockenheim - wobei die auch ohne meine Beteiligung ausgekommen wäre;-)

Fahrerwechsel in Freiburg, am Poulet de Bresse übernimmt Peter wieder das Steuer. Das Wetter ist bescheiden und auch ohne Hänger wären wir nicht viel schneller  gewesen.

Eigentlich war angedacht, entweder am Poulet oder spätestens hinter Lyon zu übernachten - das Bett im Wowa war gemacht - aber Peter fährt lieber weiter und nach diversen Hunderunden erreichen wir um 5 Uhr Morgens Maries. Ganz kurz Hundelüften und ab in die Kiste. Erst mal dreht sich bei mir alles im Kopf, aber dann schlafe ich doch ein und wache gegen 8 ziemlich ausgeschlafen wieder auf. Eigentlich sogar ausgeschlafener als sonst, wenn wir gegen vier Uhr früh starten. Pluspunkt fürs Agimobil. Und auch Peter meint, die Fahrerei wäre entspannter, wenn man langsam fährt.

Nach dem Aufstehen gehe ich erst mal mit den Hunden los - wie jedes Mal wenn ich in die Camargue komme, habe ich das Gefühl, zu Hause zu sein, nie fort gewesen.

Meine Mutter erwartet mich schon am Hänger. Der Platz wäre ziemlich voll, der hintere Bereich gesperrt - aber sie hätten schon mal was ausgeguckt für uns. 
Da die Rezeption sowieso noch zu hat, sondieren wir die Lage per Pedes.

Der Vorschlag meiner Mutter ist so gar nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Viel zu nah am Geschehen, viel zu viel Anlässe zum Kläffen - und für den Stromanschluss hätten wir 2 Kabeltrommeln gebraucht. Mission Impossible? Neee, ich marschiere mal los und nehme den restlichen Platz in Augenschein.

Jaaaa, und da ist er, der Traumplatz, idyllisch zwischen Tamarisken, Olivenbäumen und Pechsame gelegen - und vor allem mit exquisiter Alleinlage. Einziger Schönheitsfehler ist nur ein Sperrschild mit "Einbahnstrasse" - aber da sich jede Menge anderer Womos und Wowas im Sperrgebiet tummeln, beschließen Peter und ich, das Schild zu "übersehen".

Während Peter und mein Vater das Vorzelt aufbauen, werden Mama und ich zur Requirierung überlebenswichtiger Nahrungsmittel auf den Markt geschickt. 
Die Käsefrau unseres Vertrauens ist vor Ort und wir probieren uns mal durch das Sortiment. Comté ist klar, Gruyere gibt es leider keinen, dafür erstehe ich eine köstliche Neuheit mit Knoblauch - außerdem brauchen wir natürlich noch Baguette, Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und sicherheitshalber gleich 2 Kanister roten Weines ;-)

Zurück auf dem Platz steht das Vorzelt und verdoppelt die bewohnbare Fläche. Und nachdem ich noch die 30 Meter Zaun gestellt habe, können sich die drei Wauze völlig frei rund um das Agi-Mobil bewegen. Ein weiterer Pluspunkt für das Campen.
ist was?

Tiefenentspannt

Unser Reich

Unsere Aussicht


Das Wetter ist herrlich, strahlend blauer Himmel und um die 25 Grad. Wir sitzen den ganzen Tag in der Sonne, nur ich starte mal eine kleine Hunderunde am Strand entlang. Endlich wieder durch die Wellen waten - sogar Hoppeding kommt todesmutig mit ins Wasser. Abends gibt es zum "Richtfest" Pastis mit meinen Eltern und dann geht es ziemlich früh ist Bett, das wir aufgebaut lassen, da wir tagsüber gar nicht im Wohnwagen sind. Die Hunde dürfen im Vorzelt übernachten, vor allem aus Flys Sicht ein klarer Minuspunkt fürs Campen ;-) 

Nanu, das kommt mir bekannt vor
iiiiiiieks, das ist ja nass - und es bewegt sich ...
Aber eigentlich ganz lustig ...
Yippiiiiie - schau mal Frauchen!
Urlaub ist echt klasse hier!
  


Dienstag, 1. Oktober

Mein Zeitgefühl ist noch nicht im Urlaubsmodus angekommen - um halb sieben laufe ich mit den Hunden über den Platz und sondiere anschließend mit Cam, Glas und Hope das Gelände. Zufällig treffe ich dabei meinen Vater und wir pirschen gemeinsam auf Limis, allerdings ohne aufsehenerregende Entdeckungen. 







Später noch ein Strandplantsch mit Fly und schnell mal die Stadt, eine Kerze bei Sarah anzünden. Peter hisst die Piratenflagge und baut eine veritable Tür für unseren Zaun.


Pirates of the Mediterranean ;-)

Kleiner Dreckspatz <3


Mittwoch, 2. Oktober. 

Eigentlich schon der dritte Urlaubstag, aber noch zählen wir nicht, noch haben wir ja ;-) Nach der Hunderunde und 2 Käffchen aus unserer Dolce Gusto stapfe ich wie eine echte Camperin zum Geschirrspülen ins Waschhaus. Angeblich soll um halb zwölf ein Abbrivado stattfinden - aber irgendwie kommen wir alle nicht in die Puschen ... Aber ich laufe nachmittags mal zur Arena, wo ein öffentlicher (sprich kostenfreier) Course camarguaise stattfindet. Im Gegensatz zum klassischen spanischen Stierkampf verläuft die provencialische Feria für den Stier vollkommen unblutig. Lediglich auf die Kokarde zwischen seinen Hörnern haben es die Raceteure abgesehen - doch für den Ruhm und eine gerade bei kleinen Ferias nicht sehr üppige Erfolgsprämie müssen sich die schlanken jungen Männer in weiß mit schaubenden und scharrenden, höchst gereizten schwarzen Kolossen messen - 
In halsbrecherischen Sprints kreuzen sie immer wieder die Laufbahn des Stieres, um sich dann über die Bande und auf die Brüstung in Sicherheit zu springen. Denn sehr sicher ist die Bande allein keinesfalls,  da auch der Stier diese Möglichkeit für sich entdeckt ... Da ich genau in der Pause ankomme, ergattere ich einen Sitzplatz mitten zwischen Einheimischen, direkt hinter dem Sprecher und einigen Offiziellen, die sich Notizen machen. Ich werde sogar gebeten, einige meiner Fotos weiterzuleiten.

Einen Exkurs zum spanischen Stierkampf kann ich mir nun doch nicht verkneifen. Bevor man über diese "Tradition" urteilt, sollte man wissen, dass die spanischen Kampfstiere ihre Jugend in ausgedehnten Steineichenwäldern verbringen - 5 Jahre lang leben sie unbehelligt und ohne Stress und Sorgen in den Tag hinein. Das Ende ist dann allerdings unabwendbar - früher oder später kommt der Todesstoß durch den Degen des Torreros. Dieser Stierkampf ist definitiv kein Schauspiel für mich - und ich frage ich schon, ob da nicht doch Zusammenhang zu der Art und Weise besteht, wie man sich in Spanien der nicht mehr nützlichen Galgos entledigt - einfach an den Baum hängen und zusehen, wie sie verrecken. 

Das Ende der Stierkämpfe wird aber auch das Ende der Steineichenwälder bedeuten, die einzigartige Naturreservate und Heimat vieler seltener Tiere und Pflanzen sind.

Und wer den Leidensweg eines spanischen Toros mit einem Stück Fleisch aus  der Discounter-Kühltheke vergleicht, wird vermutlich zu überraschenden Erkenntnissen kommen ...

Aber hier ein paar meiner Fotos vom Course camarguaise in Maries:






















Donnerstag, 3. Oktober. 

Es ist nicht kalt, aber es windet ganz schön und der Himmel ist bedeckt. Auf der Morgenrunde entdecke ich das Geheimnis der auffallend vielen Seidenreiher an einem Tümpel am Rande des Etang: versteckt zwischen Felsen liegt ein Überlauf, durch den nicht nur Wasser sondern auch kleine Fische schwappen. Ob es nun Bequemlichkeit ist oder doch ein Anzeichen für das Zurückgehen der Fischbestände - zwischen den Reihern entbrennt ein heftiger Wettstreit um die vorderen, besten Plätze - und wenn ein Fischlein angeschwommen kommt, wird in atemberaubenden Flugmanövern darum gekämpft.   













Freitag, 4. Oktober.

Markttag. Wir ergänzen unsere Vorräte. Das Wetter bleibt windig und bietet uns zum Abschluss des Tages auch noch ein heftiges Gewitter. Aber auch das übersteht das tapfere Agi-Mobil - und die Hunde dürfen zur Feier des Tages in den Hänger ...




Samstag, 5. Oktober

Die Sonne ist zurück und bei sehr angenehmen Temperaturen vertrödeln wir den Tag. Gefühlte Milliarden Libellen locken mich mit der Cam auf Foto-Exkursion. Abends wirft Peter den neuen Grill an - dazu ein leckererer Salat und Baguette - und daheim ist es kalt und regnet.


Der Herr des Feuers
"Ohne Rotwein wird das nichts?"
Perfekter Platz für den Nachschub








Höchst erträgliche Leichtigkeit des Seins ... wir verlieren so langsam jedes Zeitgefühl, leben einfach in die Tage hinein ...

Dienstag, 8. Oktober

Nach dem Aufstehen gehen wir ja immer erst mal mit den Hunden über den Platz. Dann gibt es Kaffee (ich liebe unsere Dolce Gusto) und dann hänge ich mir die Cam auf die rechte, das Fernglas auf die linke Seite, einer der Hunde darf auch mit - und dann geht es zur Vogelbeobachtungs- und Foto-Exkursion an den Strand, den Etang, den Digue la Mer ...

Das mit dem Umhängen wird mir allerdings heute zum Verhängnis. In der einzigen Schlammpfütze, die nach dem Freitagsregen noch überdauert hat und die ich dummerweise übersehe, da ja Vögel oben fliegen und nicht auf dem Boden ... zieht es mir voll die Beine weg, ich falle auf die rechte Seite (ja, die mit der Cam) und knalle mit den Rippen ziemlich ungebremst auf dieselbe. Im ersten Moment bin ich völlig geschockt, rappele mich auf, weiß noch nicht, ob ich mir mehr Sorgen um die Cam oder meine Rippen machen soll. Als der erste Schock nachlässt, entscheiden die Rippen die Frage klar für sich. Schlammverschmiert wanke ich zurück zum Wowa - und es ist eines der wenigen Male, wo ich meinen Mann wirklich fassungslos erlebe.

Der Cam ist nichts passiert und muss einfach nur entschlammt werden. Schuhe, Hose und Jacke lassen wir erst mal trocknen. 

Zum Glück hat meine Mutter Ibuprofen dabei. Die helfen zwar gegen die Schmerzen - aber leider nicht gegen die wachsende Sorge, langsam an innerlichen Blutungen, einem Milzriss oder durchbohrten Lungen zu verenden ... jaja, ich kann manchmal ein kleiner Hypochonder sein ;-)

Zum Trost gehe ich abends mit Peter ins Tamaris - das erste Mal in diesem Urlaub, dass wir "auswärts" essen.


Mittwoch, 9. Oktober

Beim allmorgendlichen Blick in Facebook sehe ich, dass heute ein Abrivado stattfinden wird. Die Cam hänge ich mir diesmal auf die linke Seite, sicher ist sicher. Und irgendwie ertappe ich mich, dass ich ab und zu mal auf den Boden sehe ... ;-)







Freitag, 11. Oktober

Markttag. Die Vorräte werden aufgestockt - sogar der Rotwein-Mann hält mittlerweile schon ein Schwätzchen mit mir :D - Mittagessen auf unserem sonnigen Freisitz, dann wage ich mit Hope einen ausgedehnten Strand-spaziergang Richtung Leuchtturm. So langsam fangen wir doch an, die 
Tage zu zählen ...











Montag, 14. Oktober

Da mein Göttergatte gerne einmal Tatar camarguaise essen möchte, gehen wir nach dem Markt in die Stadt - von Palmyra haben wir uns schon bis zum nächsten Frühling verabschiedet - und testen mal ein für uns ganz neues Restaurant - La Grange. Papa und mein Bruder waren da wohl schon, die Preise sind üppig, die Freundlichkeit der Bedienung ausbaufähig - aber das Essen ist göttlich. Ich fürchte, ich werde in den ganzen marokkanischen Touristenkneipen nie wieder essen können ... 

Nach meinem Filet vom Camarguestier mit dem besten Kartoffelgratin meines Lebens starte ich schon mal zum Auto durch - Dach ist zwar offen, und der Wagen steht ja auch im Schatten - aber es ist doch plötzlich recht warm geworden. Kurz vorm Auto muss ich strammen Schrittes einem Auto ausweichen, stolpere über eine Bodenwelle und bremse den durchaus vorhandenen Schwung mit den Handballen und dem rechten Knie. Die Autofahrerin entschwindet unversehens, zurück bleibe ich wieder einmal recht fassungslos, mit blutenden Händen an denen die Haut in Fetzen hängt. Ein besonders toller Urlaub scheint auch besondere Preise zu haben. 
Den Hunden geht es jedenfalls gut, das Auto stand ja auch noch brav im Schatten - aber mein Gemahl guckt wieder einmal recht entgeistert ...










Dienstag, 15. Oktober

Da es möglicherweise noch regnet, bauen wir unser Vorzelt schon mal ab und verbringen den Abend im Quetchua. Nicht wirklich eine Alternative.


Mittwoch, 16. Oktober

Heimfahrt nach 16 Tagen Camargue. Mit Fahrerwechsel alle 250 km brummen wir durch und machen nur am Poulet eine Pause, den Proviant zu verzehren. 
12 Stunden, dann sind wir daheim. Durchaus akzeptable Zeit - und das Fazit: wir werden Wiederholungstäter und fahren auch im Frühjahr mit dem Agilmobil in die Camargue. 

Eines der Highlights: keine blonde Domina kam um die Sauberkeit des Mobilhomes bei der Übergabe abzunehmen ... :-)