Dienstag, 27. März 2012

Das Hopsiding auf großer Fahrt

Die Drei hatten es ja den ganzen gestrigen Tag geahnt, dass da irgendwas im Busche ist. Herrchen brachte den Koffer aus dem Keller, Sachen wurden eingepackt und aus der Wohnung getragen – Donna und Fly ahnten schon, dass die Menschen wieder einmal das machen, was sie Urlaub nennen und passten gut auf, dass sie nicht etwa übersehen und vergessen werden.

Hope wollte einerseits natürlich keinesfalls übersehen werden, andererseits war sie sich gar nicht so sicher, ob es nicht doch besser wäre, ungesehen zu bleiben und legte sich mit gespitzten Koboldohren unter meinen Schreibtisch.

Dann verschwand plötzlich Herrchen alleine im Schlafzimmer und das Hopsiding durfte mit Frauchen in ihrem Zimmer schlafen ... und mitten in der Nacht war diese plötzlich zu Ende – die Menschen standen auf, es gab eine mitternächtsliche Gassirunde – und dann öffnete sich der Kofferraum und es sollte ins Auto gehen ... Hope hatte doch geahnt, dass die Sache keinen guten Verlauf nehmen würde und versteckte sich gleich mal unter dem Auto.

Aber das half nichts, Frauchen hob sie in die Box und dann ging es auf eine schier endlose Fahrt. Nur einmal gab es eine kurze Gassirunde und dann hoben die Menschen plötzlich alles wieder aus dem Auto raus und trugen es in ein sehr kleines Häuschen mit einem großen Balkon. Überall ganz neue Gerüche und ganz viel zu schnuppern. Und neue Menschen kamen zu Besuch und auch die Mutter von Frauchen war da und brachte Leckerlis – und die Menschen saßen den ganzen Tag auf diesem Balkon und tranken so rotes Zeugs und aßen Käse und waren fröhlich. Nun war Hope doch zufrieden, dass sie mitgekommen war.




Anmerkung von Frauchen:

Die 50 Meter Schafzaun haben wir völlig umsonst mitgenommen. Der Holzzraun der Terrasse ist hundesicher und den Eingang hat Herrchen symbolisch mit einem quergelegten Wäscheständer verbarrikadiert – natürlich kommen die Hunde da problemlos drüber, aber sie tun das nur, um uns zu folgen, wenn wir auf die inakzeptable Idee kommen, das Häuschen ohne sie zu verlassen.


Wir haben auch richtig Glück, das Häuschen neben uns ist frei, asonsten nur Pinien, Tamarisken und Gebüsch – hier haben Hund und Mensch richtig Ruhe.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen