Montag, 18. März 2013

Agiltity-Seminar beim VSG Hanau mit Dirk Schambeck


Das Seminar war das erste mit Hope auf fremdem Platz und wird mit Sicherheit auch wegen des Wetters unvergesslich bleiben. Als wir am Samstag um kurz vor 8 den Platz finden, sehen wir als erstes einige fleißige Menschen beim Schneeschippen – natürlich packe ich gleich mit an und es wird  dann das erste Agi-Seminar, bei dem ich am Montag Morgen mit Muskelkater in den Armen aufwachen werde.

Anschließend gibt es Frühstück und dann bauen wir den Parcours auf. Dirk meint lächelnd, das wäre jetzt so A 0 bis A 1 – und ich beschließe spontan, keine Turniere zu buchen, bei denen er richtet ;-) Die Parcourbegehung wird eine reine Farce, weil ich definitiv keinen Plan habe, wie ich das mit Hope laufen soll – und tatsächlich wären wir schon am 2. Hindernis im Dis gewesen. Hope findet den Tunnel einfach viel spanneder als den Steg ...

Dirk versteht eigentlich nicht  wirklich, warum wir mit diesem Parcürchen solche Probleme haben – und nachdem wir das ganze mal unter seiner Führung abgegangen sind, verstehen wir das selber nicht mehr. Zumindest theoretisch ...

Immerhin lerne ich unter anderem so nette Begriffe wie Hausfrauen-Franzose – und schaffe es immer wieder, nicht mal diesen zu schaffen, sondern einen ungewünschten Belgier. Wenn man Bewegungsabläufe auch mental lernen kann, besteht für mich noch Hoffnung.

Doch die größte Offenbarung war mal wieder das Hoppending, die sich weder vom fremden Platz noch von den ziemlich betagten Kontaktzonen beeindrucken lies und einfach begeistert gearbeitet hat. Für Hope ist – aber das kommt nicht wirklich unterwartet – die größte Baustelle, die 60 Zentimeter auch im Außen wahrzunehmen und zu springen.

Nach der Mittagspause dann der nächste Parcours ... ich überlege schon mal, meinen Turnierauftakt um ein bis zehn Jahre zu verschieben – aber mit Dirks Augen lernen wir eine Menge über Parcoursbegehung, Laufplanung und die Umsetzung – irgendwie habe ich zwei Beine zu wenig und zwei Arme zu viel ... und ich gucke, obwohl ich so sicher bin, dass ich nicht gucke ... als ich dann irgendwann tatsächlich meine Spurtfranzosen schaffe ( ich bin so richtig begeistert und bekomme Szenenapplaus vom Publikum, mein Trainer meint, ich hätte meinen Hund dauernd ausgebremst), ist das Tagwerk dann auch geschafft – so wie ich auch.

Am nächsten Morgen ist der Platz wieder weiß und verwandelt sich schnell in eine ebene Schlammlawine. Ich stelle Gesundheit und Unverletztheit von Hund und Mensch an erste Stelle und laufe nur eine Minisequenz, bei der ich so rutsche, dass mir mein Bein heute noch weh tut.

Fazit: Danke an den VSG Hanau für die herzliche Aufnahme und die super Verpflegung.

Danke an Dirk Schambeck für ein tolles Seminar und viele neue Impule,

Danke an Hoppeding – ich weiß jetzt, dass ich mit dir überall hingehen und arbeiten kann – und du wirst mir folgen, wohin auch immer ich dich führe ;-)

Geht es jetzt los?


Keine Ahnung, wie ich das mache – aber ich komme drüber ...



manchmal sieht es sogar richtig elegant aus ...



... und wenn Frauchen den Weg weiß ...


... gehe ich für sie durch jeden Tunnel ...


und über jede Hürde ...


Gell, ich mach das ganz prima ...




dafür gibt es jetzt auch eine Belohnung ....


Mittwoch, 13. März 2013

Trainings-Review

Noch kein Jahr Training mit dem Hopseding und jetzt haben wir die Turnierreife. Zumindest theoretisch. Reifen und Sacktunnel werden wir vor dem Turnier am 21. April noch mal auffrischen müssen, das ging neulich im Training gar nicht. Dafür klappen die Kontaktzonen wirklich zuverlässig. Und die Slalomeingänge sind einfach nur genial. Die 60 Zentimeter springt sie auch - spannend wird nur die Atmosphäre. So viele Zelte, Hunde, Lautsprecher - und trotz Mentaltraining wird Frauchen wohl auch nicht völlig relaxte Wellen senden ....

Am Wochenende haben wir ein Seminar in Hanau mit Dirk Schambeck - das ist ja auch schon mal ein neuer Platz. Und Hope lässt sich ja unglaublich heiß machen - und dann interessiert sie nicht mehr viel anderes als endlich arbeiten ... 

Nach dem Urlaub am 13./14. April ist Seminar bei Micha in Offenbach.

Und dann ...

Aber egal wie das erste Turnier läuft, Hops ist einfach ein richtig klasse Hund mit unglaublich viel Potential - und möglicherweise bekommt Frauchen mal erst einmal wieder eine neue Lektion in Sachen Geduld ;-)

Mittwoch, 6. März 2013

Non scholae sed vitae discimus ...

... oder so :-8

Training macht schon einen wahnsinnigen Spaß - und wird mit Hope eben auch nie langweilig, weil sie manche Dinge über Nacht lernt - und andere eben auch mal wieder ausblendet ;-)

Heute der Reifen *iiiiiiiiiiiiieeeeeekkkkkssss* oder auch *waaaaaaaaaaaaaah* - ging erst mal gar nicht. War eben auch nicht der Reifen, den sie schon kannte. Der wackelt ja jetzt plötzlich und ist mindestens gefährlich ... 

Irene hat sie natürlich motiviert, es dann doch zu probieren und dann war das Teil auch kein Problem mehr - aber dann auch noch der Sacktunnel - wie da soll ich schon mal durchgelaufen sein - kann gar nicht sein und wenn, dann hab ich es verdrängt ... 

Dafür macht sie den Slalom einfach super. Und auch mit megeschrägen Eingängen. Und auch mit "weg". Sogar mit "außen". Und Tunneleingänge suchen - gar kein Thema. Und die Hürden lagen dabei auf 60 cm. 

Das muss jetzt keiner lesen oder verstehen. Das ist Notfall-Lektüre für mich nach einem verpatzten Training. Oder auch Turnier.

Memo an mich: geh deinem Hund aus dem Weg wenn er "außen" springen soll!!!!

Mittwoch, 27. Februar 2013

366 Hopeful Days

Ist es nun eine kleine Ewigkeit? Oder war es erst gestern, dass Hopseding in unser Leben gewuselt ist? Da es (gerade nachgelesen) der 25. Februar war (wenn auch erst kurz vor Mitternacht), habe ich das Jubiläum klar verpasst. Aber was bedeutet schon ein Jubiläum in einer solchen Kette einzigartiger Tage und Momente mit diesen wundervollen Hunden? 

Hops hat es ja echt zur Chefin gebracht, nicht unbedingt eine, die man besonders liebt, aber sie ist einfach in jeder Hinsicht unwiderstehlich. Fly gibt ihr zwar ganz schön Kontra - aber das nimmt sie irgendwie gar nicht zur Kenntnis. Welches Sternzeichen hat eigentlich unsere Kanzlerin? Ist die vielleicht auch Krebs *grins* 

Fly ist fast noch verschmuster als vor Hopes Zeiten. Und ist irgendwie pflegeleichter geworden im Umgang. (Oder das "Referenzmaterial" hat die Latte höher gelegt ...?) Samstags darf ich ja oft mal ein bisschen länger schlafen und Peter geht schon mit Donna und Hope - dann laufe ich anschließend mit Fly die große Runde und wir genießen es beide.

Donna, mein friedliebendes Seelchen, geht Hope in der Wohnung am liebsten aus dem Weg. Nur draußen beim Freilauf zeigt sie ihr mal, dass sie viel größer und stärker ist. Allerdings interessiert Hope das auch nicht so besonders. 

Mein Donna-Mädchen macht uns grad jede Menge Kummer wegen ihrer Magengeschichten. Die hatte sie ja schon lange vor Hope und deshalb besteht da höchstens insofern ein Zusammenhang, dass die Attacken viel häufiger auftreten. Stress schlägt eben auf den Magen. Und die Biopsie hat ja eindeutig entzündete Stellen ergeben. Und obwohl ich nicht glaube, dass es auf tierische Eiweiße zurückzuführen ist, machen wir bis Mitte Mai eine Pferdefleischdiät. Damit ich meinem Tierarzt danach noch in die Augen sehen kann ;-)

Aber zurück zum Jubiläum. Heute beim Agilitytraining ist Hope den Turnierslalom fehlerfrei und mit viel Effet gelaufen. Gut, geht noch schneller, wie Nelly im Anschluss gezeigt hat. Aber Hope hat den Übergang vom Steck- zum Turnierslalom ohne Probleme gemeistert. Die Geräte kann sie auch - die furchterregende Wippe hat sie in kürzester Zeit für unbedenklich erklärt ...

Als größte Hürde erscheinen mir im Moment nur noch die Hürden, die ja für sie auf 60 cm gelegt werden ... daran arbeiten wir. 

Aber was und wie auch immer, dieses Hopseding ist so ein fröhliches verspieltes, unbefangenes Wesen, das mir jeden Morgen als Erstes ein Lächeln ins Gesicht zaubert ... wenn sie mit irgendeinem Ball ins Bad getrappst kommt, die Rute steil aufgestellt wie Pumba auf dem Kriegspfad  - da schmilzt mein Herz und ich grinse über beide Backen und bin einfach nur froh, dass sie bei mir ist - ich träume nicht mein Leben, ich lebe meinen Traum.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Rückblick 2012 - Zwischen den Jahren


Der Weihnachtsrubel ist weitergerollt, die guten Vorsätze warten noch im nächsten Jahr – eine ganz eigene Zeitqualität hat dieses „zwischen den Jahren“ für mich, sehr entschleunigt, was nicht nur auf den vollen Magen und die anderthalb Kilöchen mehr zurückzuführen ist – genau die richtige Zeit für einen kleinen, entspannten Rückblick auf 2012. Ich finde, diese kleine Würdigung hat es verdient, hat es uns doch unerschütterlich und treu immerhin 366 einmalige, ungebrauchte und einzigartige Tage zur freien Verfügung geschenkt. Jeden davon hübsch dekoriert mit kleineren und größeren Katastrophen, netten Überraschungen à la „echt für mich?“ oder „nie gedacht, dass das klappt“, einer Prise Tohuwabohu, einem Klacks „das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt“ und natürlich auch einem Schuss „neee, das nicht, bitte nicht und schon gar nicht heute ...“ – frei nach dem Motto „Leben ist das, was passiert, während wir gerade andere Pläne machen.“

Meine Planungen 2012 wurden bekanntlich schon am 20. Februar abgeschossen. Da bekam ich eine Mail von einer lieben Bekannten:

 „Bordermädchen sucht Zuhause: Hope wünscht sich so sehr ein zu Hause ohne Schafe und mit mehr Aufmerksamkeit… Sie ist jetzt 19 Monate alt und saugt alles, was man mit ihr macht wie ein Schwamm auf und möchte einfach nur gefallen und alles richtig machen."

Judith meinte, ich könne diese Mail ja mal an Bekannte aus der Agilityszene weiterleiten, Agility wäre bestimmt toll für Hope. Nun, ich stellte Hopes Anfrage in Facebook, wurde den Gedanken an die Kleine aber nicht mehr los. Eigentlich sollte ja ein Sheltie-Welpe bei uns einziehen – eigentlich ... denn Leben ist ja bekanntlich, was passiert, obwohl wir andere Pläne hatten.

Meine Mutter sagte sofort „das ist dein Hund“ , meine Tochter meinte „du bist eben ein Borderfrau“ und mein Mann „das musst du wissen“ – und in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar zog Hope, meist Hopsiding genannt, hier ein.

Eigentlich könnte ich hier schon fast aufhören, weil der Rest des Jahres (wie gesagt, wir schrieben gerade Februar) drehte sich nur um schwarzweiße Vierbeiner. Fast. Da ich aber von Hopes erster Begegnung mit Agility, unseren Urlauben in der Camargue, von unserer Begleithundeprüfung, den Fortschritten im Agility und natürlich auch sonst so ziemlich jedem Hundethema überhaupt ausführlichst im 4-Pfoten-Blog, in Facebook und diversen anderen Medien berichtet habe, denke ich doch mal an die Themen, die nichts mit Hunden und Agility zu tun haben.

Öhm, denk, grübel ... nun ja, soweit es Peter und mich betrifft – wir hatten unsere zwei wunderbaren Urlaube in der Camargue – natürlich mit Hunden - und den sogenannten Alltag (auch mit Hunden) – es gab es keine großen Themen. Und das ist eigentlich ein deutliches Zeichen dafür, dass es uns in 2012 einfach nur gut ging. Mein Job macht mir Freude, ich war in Moosfischbachtal, Saarbrücken und Kerpen – ich habe einen gefühlt riesengroßen Satz über meinen Schatten gemacht (gefühlt, weil so groß war der gar nicht) und den Weg zurück ins Tal gefunden. Und das fühlt sich gut und richtig an.

Für Turbulenzen sorgte eher der Rest der Familie. Cathy kämpfte sich durch ihr Praktikum, kündigte ihre Wohnung und pendelt seit dem zwischen Kleestadt und Raibach, was nicht immer einfach ist, seit der Passat unter Blaulichtgewitter auf einem gelben ADAC-Wagen aus unserem Leben schied ... Seit September studiert sie Chemie an der TU Darmstadt und beißt sich da ganz engagiert durch Praktika und fast unlösbare Matheaufgaben.

Lotte wurde im Juli ausgebremst und wiederholt nun die E1. Im Moment will sie nach dem Abi 2015 Medizin studieren. Mit Dodo hat sie einen wirklich netten Freund, der hoffentlich auch im nächsten Jahr noch zur Familie gehört.

Während ich hier schreibe und mich an 2012 erinnere, rückt 2013 immer näher. Wünsche? Ganz klar: Gesundheit. Das ist die Basis für alles andere. 

Peter wird 70 und ich komme mit Donna hoffentlich in die A3. Und mit Hope hoffe ich auf viele schöne, und auch ein paar erfolgreichen Läufe. Unser erster Start ist schon am 20. Januar. Mit beiden Mädels. Und wenn es auch nur ein bisschen so läuft, wie ich mir das vorstelle, wird 2013 wieder ein Hundejahr werden. Und mein Motto bleibt:

„Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum.“




















Montag, 22. Oktober 2012

Herbstreise in die Camargue


Samstag, 06.10.2012

Eigentlich hatten wir ja aus diversen Gründen – nicht zuletzt aus finanziellen Erwägungen - beschlossen, im Herbst nicht in die Camargue zu fahren. Aber dann wollte mein Vater wissen, wie das Wetter auf der Reise meiner Eltern sein wird. Und bei den Aussichten warfen wir alle Pläne über den Haufen (vielleicht geht die Welt ja eh im Dezember unter ;-) ) – bis auf den im Frühling gefasste Plan, auf Nachtfahrten zu verzichten und lieber etwas später, dafür aber entspannter, anzukommen. Um kurz vor fünf verließ der schwarze Dacia Münster, an Bord drei Hunde, die wieder einmal froh waren, bei der Abreise nicht übersehen worden zu sein. Um dies zu vermeiden, hatten sie schon den ganzen Freitag im an strategisch wichtigen Stellen im Weg gelegen ...

Um viertel nach sieben tanken bei Schauinsland, Hunderunde und Fahrerwechsel. Draußen ist schon hell, trotzdem bin ich ganz schön müde. Als Wachhalter haben wir Kaffee dabei. Bei Aire du Jura dürfen sich die Hunde wieder die Pfoten vertreten, wieder Fahrerwechsel.

Wir umfahren Lyon und müssen bei Roussillon dann dringend Benzin nachfüllen. Möglichkeiten für die Hunderunde gibt es keine, also fahren wir weiter und entedecken wenig später einen wunderschönen Parkplatz. Letzter Fahrerwechsel.

Nimes kommt immer näher, dann passieren wir die Mautstelle vor Arles – Camargue wir kommen. Da ich am Steuer sitze, entdeckt diesmal Peter die ersten weißen Pferde und Flamingos. Aber ich kann mit den Stieren und den Seidenreihern gleichziehen ...

Kurz nach 3 checken wir in La Brise ein. Gleiches Haus wie im Frühjahr.

Wir sind Zuhause – und es ist, als waren wir nie weg. Meine Eltern haben Käse und Rotwein besorgt, also brauchen wir nicht mehr einzukaufen. Mit Hope laufe ich trotzdem zu Natalie und erweitere das Abendessen um eine paar wunderbar aromatische Tomaten.

Ein letzter Bummel über den Campingplatz und Hund und Mensch gehen müde zur Ruhe 



Sonntag


Ich kann tatsächlich bis halb acht schlafen. Meine Erkältung quält mich doch ziemlich, obwohl ich versuche, den Infekt tapfer zu ignorieren. Ein erster Bummel mit den dreien über den Campingplatz, der leider für Freilauf zu voll ist.

Nach einem Kaffee ziehe ich mit Donna, Fernglas und Cam los. 2 Raubseeschwalben, Sandregenpfeifer, Unmengen von Kormoranen, einge Flamingos, Seiden-, Grau und Silberreiher sind zu beobachten.

Schock in der Morgenstunde: Peter hat seine Blutdrucktabellen vergessen. Nach Rücksprache mit Katrin und dem vergeblichen Versuch in Maries Ersatz zu besorgen, nimmt Peter dann eine Tablette von meinem Vater.

Vom Mittagessen, das wieder aus frischem Baguette, Käse und Tomaten und natürlich Rotwein besteht, einmal abgesehen, betrete ich unser Häuschen nur zum Hundewechseln. Mit Hope bummele ich über den Flohmarkt, mit Fly besuche ich meine Eltern und Donna darf mich an den Strand begleiten.

Mag sein, dass es gesünderes gibt, als mit einer massiven Erkältung barfuß am Strand lang durch die Wellen zu laufen – und für Donna mit ihrer Blasenentzündung gäbe es sicher auch besseres als ein Meerbad – aber wir haben es so genossen, einfach unvernünftig zu sein.

Die warme Luft hat mich gestreichelt und der gleichförmige Klang der Wellen meine Seele von allen Gedanken befreit – wie Spuren am Strand.


Abends sind wir dann noch mal nach Maries gefahren, um endlich auch mal Soupe de Poisson und Fisch zu essen – ich hab auf Nachtisch verzichtet, und  mit statt der Menue-Dorade eine Seezunge gegönnt.

Vorher hatte ich noch endgeile Stiefelletten und einen megatollen Pullover entdeckt ... also in die Vollen  ;-)

Montag war natürlich Markttag, nachmittags ging es mit dem Makro auf Libellenpirsch.

Dienstag besuchte ich endlich Sarah, wurde von einem filmenden Touristen umgerempelt und dann war es zur Abwechlung mal ich, die den mobilefonkamerabedingten Verfall jeglichen Anstands beklagte. Zum Glück gibt es ja legitime Beschäftigungen für Touristen – shoppen zu Beispiel ;-) Und anschließend eisschleckend am Strand zurück ...

Mittwoch war Ostrandtour angesagt – natürlich mit Mittagessen im L`Estrambord. Am Strand von Salin de Giraud konnten wir dann jede Menge Limmis beobachten, vor allem sämtliche kleinen Regenpfeifer, Alpen -, Sichel und einige Zwergstrandläufer.

Der Donnerstag begann mit leicht panischer Suche nach meinem Codeträger für das Strandtor – leider vergeblich, denn ich hatte ihn wohl am Mittwoch morgen beim morgendlichen Sonnenaufgang-Shoot mit meiner Mutter verloren.

Die Limmis hatten sich wohl über unsere Aufmerksamkeit gefreut und kamen nun alle an den Etang vorm Campingsplatz. Sogar ein Sanderling war dabei – und endlich auch mal ein Austernfischer ...

Nach 2 Stunden waren Papa und ich zurück auf dem Campingplatz und – freudige Überraschung: meine Mutter hatte am Strand meinen Codeträger gefunden!

Da sich der Urlaub nun unweigerlich dem Ende neigte, nutze ich das wiedergefundene Stück gleich aus, um mit Donna am Strand Steine zu sammeln. Das heisst, ich sammelte Steine und Donna schredderte Strandgut ... Noch ein kurzer Bummel in Maries und schon war Abendessen angesagt.

Freitag, 12. Oktober. Noch einmal Markt. Und ansonsten wird in den letzten Tag alles an Aktivitäten hineingepackt, was noch nicht oder nicht ausgiebig genug gemacht wurde. Bei mir steht Strandgut sammeln auf dem Programm. Ohne Donna ;-) Peter wird vermutlich das tun, was er schon die ganze Zeit macht – auf der Terrasse sitzen und lesen. Fly wird die Terrassse gegen Flugungeheuer jeglicher Art verteidigen. Hope wird diverse Ecken ausprobieren, in denen man mitleiderregend guckend liegen kann – und wenn das nicht zu ausreichender Beachtung führt, wird Frauchen ein wenig gestupst – vielleicht gibt es ja ein wenig Slalomtraining. Donna hat wie immer alles perfekt im Blick und ist einfach nur unauffällig. Eigentlich ist es IHR Urlaub, denn sie durfte mit auf den Markt, mit zum Mittagessen, mit zum Strand ... aber den hat sich die Süße auch verdient ....


Dieser letzte Tag hatte noch einmal alles aufgeboten – strahlend blauer Himmel, angenehme paarundzwanzig Grad, diese unbeschwerte Leichtigkeit des Seins ...  wir bummelten über den Markt und kauften fantastischen Schinken und Paté, ein echtes Schmuckstück als Einkaufstasche, um die Schätze nach Hause zu tragen, wir aßen herrliches Carpaccio und Tatar im Pizetta, kauften noch schnell ein paar Sonnenhüte und bummelten dann mit allen Hunden am Strand lang, Treibgut sammeln – Treibgut gab es fast gar keines, dafür gelangen mir ein paar nette Schnappschüsse von zankenden Flamingos – kurz und gut, der Tag war so perfekt, dass wir dem nächsten Tag auch eine Chance geben wollten – und spontan verlängert haben.


Und so beginnt gerade eben Samstag, der allerletzte Tag. Es ist gerade zehn nach sechs, ich kann nicht mehr schlafen, war mit den Wauzen schon über den Platz und warte nun auf den Sonnenaufgang ...

Brrrrrrrrrrrr, ganz schön schattig. Ein eisiger Wind pfeifft aus den Bergen. Die Mücken stört es nicht – ich war noch nie so zerstochen, wie in diesem Urlaub. Mein Gemahl ist da doch noch wesentlich empfindlicher als ich – und es beweist sich, dass Männer Jäger und Sammler sind – und außerdem erfinderisch. Aus einem Stück der FAZ konstruiert mein Gasse eine Fliegenpatsche und beginnt eine gnadelnlose Jagd auf alle Rüsselträger, die sich bei uns ins Häuschen wagen ...

Später am Tag wird es dann wieder sonnig und warm und gefühlte Trilliarden Libellen sind überall auf dem Campingplatz – wesentlich mehr als die ganzen letzten Tage. Meist sind es die graugrünen, eher unscheinbaren Exemplare, einige wenige rote sind dabei, die am schwersten vor die Linse zu bekommen sind. Und sogar eine waschechte Gottesanbeterin zeigt sich.









Mittagessen im Les Embruns. Mein pfiffiger Ehemann schafft es, meinen Vater gleich mit 2 Gläsern Rosé zu duschen ... das Personal hilft uns mit regungsloser Miene Tisch und Boden zu säubern, mein Vater verschwindet im Klo – diese Versuche, sich zu trocknen, bleiben aber naturgemäß erfolglos – und meine Mutter und ich versuchen die Stimmung mit Humor zu retten ... mir fällt es recht schwer, ernst zu bleiben, als ich ein weiteres Pichet Rosé bestelle  - zum Glück versteht mein Vater nicht, dass der Kellner Drosselbart fragt, ob mein Vater wenigstens bezahlt, er hätte das meiste davon gehabt. Nur mein Mann guckt den Rest des Essens ziemlich bedröppelt ...

Mit dem kleinen Spanier und der Cam mache ich später noch eine Fotorunde am Etang – anschließend gehe ich mal wieder mit meiner Mama shoppen – diesmal gibt es ein Camarguehäuschen mit Santonfiguren: Esel, Schäfer, Schafe und für die Weihnachtszeit Maria, Josef und Baby. Auch ein Engel ist dabei.



Sonntag, der allerallerletzte Tag. Es ist nicht so kalt wie gestern. Ich laufe mit den Hunden über den Platz und würde sie so gerne mal rennen lassen – aber in jedem Winkel des Campingplatzes steht ein Camper oder ein Zelt. Wenn ich diese winzigen 2-Mann-Zelte so sehe und die lange Dunkelheit und die vielen Mücken mir vorstelle – da bin ich schon sehr sehr froh über unser Mobilhome und den Luxus getrennter Schlafzimmer











Montag gegen halb elf verlassen wir nach einem letzten Bummel über den Markt Maries.