Dienstag, 27. März 2012

Das Hopsiding und das Meer

Dieses komische Wasser habe ich ja schon am ersten Tag kurz kennengelernt – kurz deshalb weil Herrchen so müde war und meinte, wenn Frauchen weiter laufen will, müsse sie ihn tragen. Wollte sie aber nicht und ist ziemlich maulend umgekehrt, so dass ich mich nicht weiter mit diesem sonderbaren Wasser beschäftigen musste. Fly allerdings hat sich sofort hineingestürzt, aber Fly ist ja auch ein bisschen dämlich.

Aber gestern hat mich Frauchen aus der Box geholt, wo ich ganz allein warten musste, bis die anderen vom Geburtstagsessen zurückgekommen bin – nur weil ich beim letzten Mal nicht so benehmen konnte, wie Frauchen das wollte. Aber mal ehrlich, stundenlang unterm Tisch liegen, ist doch voll ätzend. Man muss sich doch mal umsehen können, wer da sonst noch so sitzt, und was auf dem Tisch so ist und gestreichelt werden will ich ja schließlich auch. Tja, und dann Frauchen mich geschnappt und ins Auto gebracht – und gestern musste ich gleich ganz daheim bleiben. Ich werde mal darüber nachdenken, ob unter dem Tisch liegen vielleicht doch die bessere Alternative ist ...

Naja, aber die Donna und der Fly (die übrigens im Auto warten mussten, also nur unwesentlich besser dran waren, aber das habe ich erst später herausgefunden) auf dem Rückweg vom Essen ihren Strandspaziergang schon hatten, durfte ich ganz allein mit Frauchen losziehen. Frauchen hat dann auch die Leine abgemacht, aber ich bin sowieso neben ihr geblieben. Frauchen hatte kurze Hosen an und ganz entspannte Laune – und wir sind an diesem Wasser entlanggelaufen. Das kam immer auf mich zu und wollte mich packen, dann hat es sich wieder zurückgezogen und komische Geräusche gemacht und dann kam es wieder auf mich zugesprungen – als ob es mich hüten wollte. Aber mit Hüten hab ich nichts im Sinn, weder so noch so, nur Fly hüten macht Spaß, der ist so bissi trottelig und wehrt sich nicht – nur Frauchen schimpft immer mit mir und sagt, wenn ich nicht aufhöre, schickt sie mich zurück zu den Schafen. Aber ich glaube, das ist nur eine leere Drohung *breites Bordergrinsen*

Aber von dem Wasser hab ich mich schön fern gehalten, aber dann hat Frauchen plötzlich die Schuhe ausgezogen und ist da einfach reingelaufen und da musste ich natürlich mit und auf sie aufpassen. Ohne Frauchen wäre ja doof irgendwie ...  brrr, das Wasser war kalt und hat ganz komisch geschmeckt und war so wuselig wie ich. Hin und her, und zwischendrin war es so komisch weiß, da bin ich immer lieber drüber gesprungen ... aber irgendwann ist Frauchen endlich aus dem Wasser wieder raus und hat sich in den Sand gesetzt und der war warm und ich hab mich neben Frauchen gelegt und wir haben zusammen diesem Wasser zugeschaut und das war richtig schön ...

Anmerkung von Frauchen:

Es war windstill und das Meer war spiegelglatt, keine Ahnung, was Hopsiding da für Wellen gesehen haben will *breites Frauchengrinsen*

Aber es war schon einzigartig mit Hope da auf der kleinen Düne aufs Meer zu schauen – es war so still, wenn man Stille als Abwesenheit von Lärm versteht ... das Meer rauschte ein wenig, plätscherte, manchmal knallte eine Welle wie ein Schuss – und Hope lag einfach neben mir und guckte genauso sinnig und entspannt wie ich – hab ich unglaublich genossen mit ihr. Fly hätte vermutlich gebuddelt (neee, nicht vermutlich, ganz sicher sogar und zwischendrin hätte er Möwen angebellt) und Donna hätte Stöckchen geschreddert ... ja, das kleine Hütemonster hat schon recht, ich werde sie wohl eher nicht zurückschicken *liebevolles Frauchengrinsen*

Während ich das schreibe, sitze ich nach unserer Vormittagsrunde auf der Terrasse, ein Glas kühlen Rosé (Mas de Rey) neben mir, Cam und Fernglas in Griffnähe, über mir zetern die Brandseeschwalben und die Hunde liegen friedlich neben mir ... Glück in schwarz-weiß ...

Herrchen ist mit meinem Vater Austern essen und ich werde später mal an die Rezeption gehen, wo ich W-Lan habe um das Geschreibsel hochzuladen.

Ach ja, das Mittagessen gestern – mein Vater hatte Geburtstag – im Les Embruns war mal wieder sehr lecker. Ich hatte endlich mal wieder meine geliebte Soupe de Poissons, die mit herrlich scharfer Rouille auf mit Knoblauchzehen eingeriebenem, getoastete Baguette gegessen wird – beim Schreiben krieg ich grad schon wieder Appetit, da ich im Vortag im L’ Estrambord in Le Sambuc Rotbarben hatte, hab ich mir Stiergulasch und Steak gegönnt – dazu ein süffiger Rosé und als Nachtisch Creme Brulée mit Lavendel – jetzt krieg ich endgültig Hunger ...

Memo: ich brauche dringend eine Weste mit Reißverschlusstaschen – Hope hat schon wieder mit ihrer spitzen Bordernase meine Leckerlitasche ausgeräubert.


1 Kommentar:

  1. Oooh, wie gut´s Euch geht - ich freu mich richtig mit. Ist ein Seelenhund, oder? ;-)
    Genießt die schönen Tage und viel Spaß noch
    Gaaaanz liebe Grüße
    Konny

    AntwortenLöschen